Alle Artikel in: East London

13/32 von #IAmGrateful:

Ich bin dankbar dafür, mit einer Freundin am Wasser zu sitzen und in uriger Atmosphäre frischesten Fisch für ganz kleines Geld genießen zu können. Warme, sonnige Luft um die Nase wehen zu haben, an einem Tag, der damit anfing, dass es wie aus Eimern geschüttet hat. Einem Tag, der mich fast davon überzeugt hätte, dass ich mir einfach die Decke über den Kopf ziehen und weiterschlafen muss. Stattdessen bin ich früh aufgestanden und zur Wassergymnastik gegangen. Dafür, dass ich heute meinem inneren Schweinehund Paroli geboten habe, bin ich mir jetzt einfach selber mal dankbar. Sport am Samstag Morgen ist nämlich sowas von richtig für mich. Sorry, Facebooksucht, sorry Schweinehund, ihr arbeitet gut zusammen, könnt aber trotzdem nicht immer gewinnen. Tschackaboom! In your face!   Enjoy! Jeden Tag! Beim Sea Spirit Fish Market in East London oder anderswo 🙂    

9/32 von #IAmGrateful: Über Hund und Katz und Geburtstag und Kuchen

Heute bin ich dankbar dafür, dass mir mein Kuchen nur so weit angebrannt ist, dass er morgen noch ein super Geburtstagsgeschenk abgibt. Der Ofen in diesem Haus hier ist grässlich, ich verstehe den nicht und freue mich auf meinen Uralt-SMEG in Bremen. Ach egal jetzt, es lebe das Frosting: Was verbrannt ist kommt ab, dann packe ich das Backwerk einfach in eine leckere Zuckerhülle und niemand außer du und eine Handvoll andere Blogleser werden um das kunstvoll sezierte Innenleben meines veganen und glutenfreien Karottenkuchens wissen. Stattdessen werden morgen alle begeistert sein von dem lecker-würzigen Geschmack des Kuchens, jede Wette. Backen kann so schön sein! Auch klasse: das die zu beschenkende Geburtstagsfreundin keine deutschen Blogs liest. Sagt sie. Bitte. Nicht. Lesen. Nur: Genießen 😉 Nee, aber sonst so, das mit der Dankbarkeit? Gestern war ich bei Sunel, der Chefin von Paws and Claws in East London. Sie ist zuständig dafür, dass unser Scooperhund im Januar gut über den Ozean fliegt und wohlbehalten in Frankfurt ankommt. Ich war etwas nervös bei dem Treffen mit ihr, wir sind …

Tag 6 von 32 von #IAmGrateful: Hundeyoga

Fehlentscheidung Manchmal mache ich Fehler, ziemlich oft sogar, wenn man bedenkt, wie alt und weise ich bin. Heute habe ich so eine Fehlentscheidung getroffen. Ja, ich hätte es besser wissen können. Zum Yoga gehen, in Nahoon am Strand, bei Kayleigh, am Samstag früh um 8, quasi ohne Vorkenntnisse: Super Idee! Den Hund mitnehmen: Nicht so. I blame the dog Angefangen hat alles damit, dass ich am Freitag erst mal eine wirklich gute Entscheidung getroffen habe: Am Samstag Morgen mal wieder zum Parkrun zu gehen. Nur um am Samstag morgen dann zu entscheiden: Nee, doch nicht. Wegen dem Scooperhund, der zwischen der Haustür und mir hin und her rennt, dabei nach glücklichem Hundebaby aussieht, und ruft: „Hell yeah, ich wusste es, du gehst endlich mit mir an den Strand!“ Er macht sowas noch vor meinem ersten Kaffee. Und während ich mich noch wundere, was eigentlich los ist, sehe ich mich schon Strandtücher einpacken anstatt der Laufschuhe. I blame my husband Das ist alles die Schuld des Göttergatten. Falls ihn jemand sieht, da drüben in Europa, richtet ihm …

Tag 5 von 32 von #IAmGrateful: Dankbar, dass ihr Nurdles sammelt!

Was ist das mit den Nurdles? OK, ich versuche das eben mal schnell, nach bestem Wissen und Gewissen, zu erklären: Nurdles sind das Rohmaterial, aus dem Plastikprodukte hergestellt werden. Am 10. Oktober 2017, während eines Sturmes bei KwaZulu-Natal, Südafrika, ist ein Container mit diesen Plastikpellets von einem Schiff gefallen – mit verheerenden Folgen für das Sealife. Hier beschreibe ich, was du tun kannst, um diese ökologische Katastrophe einzudämmen. Wie sehen Nurdles aus? Sie sind weiß, kreisrund, wie eine platt gedrückte Kugel. Die meisten findet man an der jeweiligen Hochwasserlinie, zwischen dem anderen angeschwemmten Material sieht man sie manchmal kaum oder verwechselt sie auf den ersten Blick vielleicht mit Muschelteilen. Nurdles töten Sealife Die Nurdles am Strand liegen zu lassen, hat fatale Folgen: Die giftigen Teilchen werden von Seetieren für Futter gehalten, führen zu Verstopfungen und, weil sie unverdaulich sind, zum Hungertod der Tiere. Sie essen nicht mehr, der Magen ist ja voll, es ist einfach verheerend. It all comes back to you Auch nicht witzig, aber der ewig bekannte Kreislauf: Nurdle sammelt Toxine an, Fisch …

Tag 4 von 32 von #IAmGrateful: Dankbar am Donnerstag

Denn: Ich habe die Nacht überlebt, trotz knackigster Hitzewelle. Frag nicht wie, aber: Überlebt! Und: Ich kann mir offensichtlich Menschen herwünschen, coole Nummer! Heute Morgen bin ich nach dem Pilates müde in den Spar in Beacon Bay gegangen und habe gedacht: ob ich eben meine Freundin anrufe und endlich mal wieder bei Handmade Coffee einen Kaffee mit ihr trinke? Ich habe sie nicht angerufen. Stattdessen meinen Fruchtsalat gekauft, und gesehen, das die Gute schon mit Coffeeman Chris am Tresen schnackt. Als würden die auf mich warten. Das war der Knaller, wie im Film, ich hab mich total gefreut! Dickes Danke an das Universum, den Zufall oder wen auch immer. Und: Weiter so, bitte! Außerdem habe ich heute auch ein Telefonat geführt, das total erfrischend war. Mit einer Frau, die ich noch gar nicht sooo gut kenne. Die aber trotzdem mir, meiner Familie und unserem Hund bald ihr wunderschönes Haus für eine Weile zur Verfügung stellt. Guess what: I am dankbar! Das wär’s heute so ganz im Groben. Obwohl ich noch nix vom unproblematischsten Autoverkauf aller …

Tag 3 von 32 von #IAmGrateful: Novemberwetter in East London

November, blau statt grau! Meine optimale Betriebstemperatur liegt irgendwo zwischen über 25 und unter 30 Grad, da ist so ein heißer Novembertag wie heute ein Geschenk. Ich habe keinen Pool und statt einer Klimaanlage nur weit geöffnete Fenster und Türen. Deshalb übe ich mich im Verlangsamen und wässere mich stets und ständig von innen, dann wird das alles fein. Dankbar für das Novemberwetter?! Offensichtlich ja, jedenfalls in East London an der Ostküste Südafrikas 😉 Ich glaube, ich tacker mir die Dankbarkeitschallenge schon mal für den November 2018 in den Kalender, da bin ich dann ja wahrscheinlich in Bremen. Das wird dann bestimmt ein interessanter Vergleich zwischen Deutschland und Südafrika. Hier kommt jetzt erst mal die South Africa Variante, das ist mein 1. November 2017: Es ist heiß, das ist schön: Heute Morgen war ich bei beim Aquatraining im Body Culture in Beacon Bay, meinem absoluten Lieblings-Gym. Später am Tag gibt es eine reelle Chance, dass ich mich mit der Lieblingstochter und den Bodyboards in die Wellen in Bonza Bay oder am Nahoon Beach stürze. Das dürfte ruhig …

#IAmGrateful, Tag 1 und Tag 2 von 32

Man könnte ja auch drei Mal am Tag posten, wofür man dankbar ist, da kommt mir so dermaßen viel in den Sinn, das ist die reine Freude. Aber manchmal muss man ja auch noch was anderes tun als mit Social Media zu spielen, also bleibe ich bei meinem Plan: Ein Mal täglich auf Facebook oder hier im Blog zu posten, wofür ich heute dankbar bin. Die Posts der letzten 24 Stunden hat Instagram nun irgendwie verschluckt, auf jeden Fall nicht pflichtgemäß an meine Just Sea With Me Facebookseite weitergeleitet. Vielleicht ist es der App ja zu heiß, Höchsttemperaturen von 29 Grad,  da wird einem ja ganz schwummrig und man vergisst vielleicht die eine oder andere Pflicht, das könnte ich schon nachvollziehen. Egal, hier sind die Posts im Blog und man sie jetzt auch direkt auf Instagram finden. Enjoy!    

Tag 42 von 42 – Die Antwort ist die Antwort ist die Antwort.

  Seit wenigen Tagen ist er da, der Tag 42, und so langsam habe ich jetzt auch kapiert was los ist: Ende 2017 gehen wir vier nach Bremen, der Scooperhund kommt mit. Er sagt zwar, ohne Strand schmecke ihm auch der beste Smoothie nicht. Aber nu‘, wer kann sich schon immer nach dem Hund richten.     Seit Monaten warten wir nun darauf, dass der Job, der dem Göttergatten in East London versprochen wurde, endlich real wird. Ich erinnere mich, wie ich im September im Discounter von dem potenziellen zukünftigen Arbeitgeber meines Mannes von der Nachricht überrascht wurde, mein Mann könne nun mittlerweile zwischen zwei attraktiven Stellen wählen, an denen er dringend gebraucht würde. Ich wäre schon damals, zwischen butternut, potatoe und Ananas, fast in Tränen ausgebrochen. Zu oft schon schien der jeweilige Job zum Greifen nahe, nur noch diese eine Sitzung, nur noch diese eine Unterschrift, gleich, bald, nächste Woche, ganz bestimmt, dass klappt, das Projekt wird auf jeden Fall etwas. Es wurde nichts.     Es fühlte sich monatelang so real an, so nahezu …

41.3 von 42 – Was ich vermissen werde. Würde. Werde.

Am Samstag Morgen spontan mit der Teenietochter im East Londoner Toast Deli haltmachen. Mit dem Lemon Meringue Pie liebäugeln, der im Café unter so einer hübsch altmodischen Tortenabdeckung aus Glas thront. Erst mal durch die angrenzende Boutique schlendern: Nur gucken, nix kaufen. Das ist schwer, da ist dieser Wandspiegel mit einem Roholzrahmen, der aus Paletten gebaut wurde, grandios. Sommerkleider, Silberschmuck aller Arten: zart, exzentrisch, mit Glitzer und mit ohne. Aber wir schaffen es, kaufen nix. Nichts außer dem Lemon Meringue, einem Zitonenpie mit riiiiiesigem, fluffy Eischneetopping. Es ist einer der besten Lemon Meringue in East London und definitiv der Frischeste: Der Boden von dem süßen Schätzchen ist an diesem Samstag Vormittag noch warm! Dann durch den Hintereingang des Cafés im Outdoor Blumenladen landen und sich von des Töchterchens Begeisterung für kleine Kois anstecken lassen. Crazy Pflanzenkreationen und weltweit gültige Gärtnerlebensweisheiten entdecken. Durchatmen. Sich am Sonnenschein freuen, er wird nicht bleiben, der Rest des Tages bringt Gewitter, Sturm, Regen. Aber jetzt, jetzt ist es sommerlich warm. Und grün in allen Varianten.           …