Alle Artikel in: See With Me

41.3 von 42 – Was ich vermissen werde. Würde. Werde.

Am Samstag Morgen spontan mit der Teenietochter im East Londoner Toast Deli haltmachen. Mit dem Lemon Meringue Pie liebäugeln, der im Café unter so einer hübsch altmodischen Tortenabdeckung aus Glas thront. Erst mal durch die angrenzende Boutique schlendern: Nur gucken, nix kaufen. Das ist schwer, da ist dieser Wandspiegel mit einem Roholzrahmen, der aus Paletten gebaut wurde, grandios. Sommerkleider, Silberschmuck aller Arten: zart, exzentrisch, mit Glitzer und mit ohne. Aber wir schaffen es, kaufen nix. Nichts außer dem Lemon Meringue, einem Zitonenpie mit riiiiiesigem, fluffy Eischneetopping. Es ist einer der besten Lemon Meringue in East London und definitiv der Frischeste: Der Boden von dem süßen Schätzchen ist an diesem Samstag Vormittag noch warm! Dann durch den Hintereingang des Cafés im Outdoor Blumenladen landen und sich von des Töchterchens Begeisterung für kleine Kois anstecken lassen. Crazy Pflanzenkreationen und weltweit gültige Gärtnerlebensweisheiten entdecken. Durchatmen. Sich am Sonnenschein freuen, er wird nicht bleiben, der Rest des Tages bringt Gewitter, Sturm, Regen. Aber jetzt, jetzt ist es sommerlich warm. Und grün in allen Varianten.           …

Tag 41 von 42 – Just See With Me: Frühling in Cape Town

Heute haben die Schulferien in Südafrika angefangen und hey, sogar die Sonne scheint, als erinnere sie sich plötzlich: Hier ist ja Frühling! Letztes Jahr fielen die südafrikanischen Frühlingsferien optimal mit den Bremer Herbstferien zusammen. Wir vier East Londoner sind also mit dem Auto nach Cape Town gefahren, haben unsere drei Bremer Freunde in Empfang genommen, und sind dann gemeinsam am Meer entlang mit ihnen nach East London zurückgefahren. Diese Tour entlang der Garden Route haben wir mit ein paar Tagen Urlaub in Südafrikas ‚Mother City‘ begonnen, das ist ein absolutes Muss. Obwohl ein paar Tage Cape Town auch immer ein paar Tage zu wenig sind, das habe ich in den letzten Jahren mehrfach ausprobiert. Ist einfach so, das ändert sich nicht. However: Unser dreistöckiges Haus in der Loader Street im Ortsteil De Waterkant war der perfekte Ort um anzukommen, von dort aus die Stadt zu erkunden und sogar nachts autofrei essen zu gehen. Nächtliches Umherspazieren in der Stadt, I so miss that! Das Haus haben wir über De Waterkant Village gebucht. Die haben ganz verschiedene …

Tag 40 von 42 – Integrationskurs Südafrika, Teil 1: Verkehrsregeln

Heute gibt es ein wenig Anschauungsmaterial zum Thema Verkehrsverhalten in Südafrika: 1.) Ladungssicherung: Ladungssicherung muss, zum Schutze aller Verkehrsteilnehmer, sehr ernst genommen werden. Siehe Beispielfoto: Ein Mensch alleine könnte diese beiden losen Matratzen nicht halten. Das ist ein Job, der immer mindestens zu zweit und von erfahrenem Fachpersonal erledigt werden muss!     2.) Korrektes Verhalten an der Ampel Die Funktion der Ampeln ist hier eine andere als beispielsweise in Deutschland. Deshalb heißen sie hier auch nicht Ampeln, sondern Robots. Ihre Kernfunktion erklärt Trevor Noah ganz wunderbar: „They add atmosphere to the intersection.“ Sie sorgen mit ihren hübschen Lichtspielen für die angenehme Atmosphäre an der Kreuzung. Das weiß ich seit Trevor es den USA erklärt hat, hier.     3.) Wer bremst, verliert! Nicht jeder Verkehrsteilnehmer lässt regelmäßig seine Bremsen erneuern. Also, eher die wenigsten Verkehrsteilnehmer. Das Kleingeld fehlt, eine Pflicht zur Überprüfung des eigenen Autos gibt es nicht. Der Göttergatte hat das also mal ausprobiert: bei Dunkelorange an der Ampel gebremst. Netterweise war der Auffahrunfallmann versichert und wir hatten das Geld für die Reparatur …

Tag 38 von 42 – Hier und Jetzt und das ganze Dazwischen

  Der Lieblingsmann flitzt durch die Republik, die deutsche, und trifft wichtige Leute, er sucht seinen zukünftigen Job. Nicht irgendeinen Job, sondern einen Job der die Welt verbessert, vor allem in Sachen Klimaschutz. Im Job suchen ist er gut, zum Glück nicht nur im Suchen, sondern auch im Finden. Aber noch ist nix fix, noch ist alles offen. The future is sowas von unwritten, es ist kaum auszuhalten.     Ich gebe derweil hier in East London weiter die Mutter, Hausfrau und Kindertaxifahrerin. Die dringend wissen will, was denn nun als Nächstes kommt: wieder ein Umzug? Hierbleiben? Man weiß es nicht und man weiß nicht was man sich wünschen soll. Und ob man sich mit der Wünscherei nicht nur unglücklich macht. Man hat es einfach nicht wirklich in der Hand. We follow the job, mainly. Das hier sind die wahrscheinlichsten Optionen (Übrigens: Ihr müsst das nicht lesen, gell. Könnt einfach die Bilder anschauen. Ich muss nur mal meinen Kopf klarkriegen. Aufschreiben hilft dabei.): 1.) Zurück in unser schönes Haus in Bremen gehen, zu bekannten Wegen, …

Tag 35 (und 36 und 37) von 42 – Late for church today…

Nein, auf dem Fußweg vom Bonza Bay Parkplatz zum Meer darf man nicht mit dem Auto fahren. Doch, die Insassen sind bei dem Unfall glimpflich weggekommen, das haben mir die Polizisten vor Ort versichert. Ja, wenn man trotz Fahrverbot mit dem Auto nachts an den Strand fährt, dann hat man eine wahnsinnstolle Aussicht. Nein, man bleibt bei der Rückfahrt nicht unbedingt im Trockenen. Vor allem dann nicht, wenn man diesen kleinen Knick im Fußweg übersieht. Jepp, die Schadenfreude am Unfallort schlug hohe Wellen. Ich glaube nicht zuletzt, weil alle das Gleiche dachten wie ich: Das hätte mir auch passieren können. Vor zwanzig Jahren oder so. Nachdem der Kofferraum dann endlich leer getrunken war. Was passiert, wenn Leute betrunken Auto fahren, ist meistens kein Joke in Südafrika. An diesem Sonntagmorgen in Bonza Bay war es einer. Mein Lieblingssatz von einem der kichernden, südafrikanischen Passanten: „Somebody will be late for church today…“ In diesem Sinne wünsche ich ein schönes, für uns in Südafrika drei Tage langes, Wochenende! PS: Montag blogge ich nicht, da feiern wir hier Heritage …

Tag 33 von 42 – Sonne zum selber machen

Ich habe Farbe versprochen, hier kommt die Farbe! Heute gab es auch wieder Sonnenschein in East London und ich konnte meine gute Laune produzierenden Solarzellen im Hirn wieder aufladen. Wenn die Sonne aber mal wieder nicht scheint, und ja, wir brauchen dringend Regen in unserem schönen Eastern Cape, dann kann man ja auch mal versuchen, sich selber gute Laune zu basteln. So ein richtiger DIY-Mensch bin ich allerdings nicht. Ich wäre es gerne, ich mag es kreativ zu sein, ein Ergebnis in Händen zu halten. Aber dann ist da immer so viel anderes. Und Internet. Trotzdem, die Kreidefarben von Annie Sloan haben es mir angetan, ich habe sie schon vor zwei Jahren auf dem East Londoner Avalon Market kennengelernt und dann vor einigen Wochen wieder jemanden getroffen, der sie mir wärmstens empfohlen hat. Der Gang zur einzigen zertifizierten Verkaufsstelle der Farben in East London war jetzt einfach mal dran, besser spät als nie. Ich wollte dann nur eben-mal-kurz reinschauen bei Fabulous in Bera, aber hey, das hat nicht geklappt. Homedecor und Geschenkartikel verkaufen sie dort, …

Tag 21 (und 22) von 42 – Bergfest! Wochenende! Auszeit!

Ha, dieses Wochenende feiere ich Bergfest, es ist Samstag, der 9. September und der erste Teil meines 42 Tage Blogmarathons ist erreicht: Ein kurzer Beitrag pro Tag, kein großer Anspruch an Text- oder Bildperfektion. Das erfordert eine ganze Menge Mut zum Fehler machen, auch Mut zur Lücke, das ist eine echte Herausforderung für mich. Aber jetzt im Moment, bis zum Tag 42, soll mein Blog einfach nur ein kleines Guckloch sein, durch das man jeden Tag ein wenig Südafrika sieht: mal das Alltägliche, mal das Urlaubige. Das klappt ganz gut finde ich. Die Themen gehen mir nicht aus. Auf der Festplatte meines Macs stapeln sich die Photos und in meinen Notizbüchern Aufschriebe aus Cape Town und Pretoria, aus den Drakensbergen und aus Durban. In meinem Kopf formen sich dringend zu schreibende Geschichten: Über Expatprobleme und alle Arten von Lösungen, die hiesigen, vielfältigen Ess- und Trinkgewohnheiten, Festivaltipps für Langzeitplanende und Musiker von Weltklasse aus East London…Aber hey, One step at a time. Weil, manchmal muss man auch mal ganz vor allem nichts tun. Sitzen. Sein. Der …

Tag 17 von 42 – Weil Drachen Glück bringen und junge Hunde auch

Ich weiß, ich muss mir wünschen das die fleißige Arbeitssuche meines Göttergatten in Deutschland so erfolgreich ist, wie sie gerade klingt. Wir haben uns eine Deadline gesetzt für die Entscheidung ob wir im Dezember nach Deutschland gehen oder weiter in Südafrika bleiben: Ende September, spätestens am Tag 42. Leider können wir uns nicht 100% sicher sein ob der Job hier in East London in drei Wochen wirklich in trockenen Tüchern ist. Das Eastern Cape hat die Geschwindigkeit nicht erfunden, es hat andere Stärken. Also muss ich nun einerseits hoffen das des Mannes Jobsuche in Deutschland weiter so positiv verläuft. Andererseits: Siehe unten. Das gibt’s in Berlin so nicht, oder habe ich da bei meinen Besuchen was übersehen? Wo geht’s denn da bitte zum Strand? Ach, bitte erzählt mir einfach mal wie schön es in Deutschland ist, nur für den Fall… Bis zu mir nach Südafrika dringt immer nur: Sommer ausgefallen, ich koch‘ jetzt Kürbissuppe, bin frustriert, aber Regen ist ja auch irgendwie gemütlich. Mach‘ mir mal einer klar dass das eine falsche Wahrnehmung meinerseits ist, …